Das Lächeln der Vertriebenen

In Entwicklung.

Buch & Regie: Bernard Dichek 
Produzent:innen: 
Osnat Trabelsi, Hansjürgen Schmölzer

Eine Koproduktion von TRABELSI PRODUCTIONS und BSX Schmölzer GmbH.

Warum lächelten Vertriebene auf ihren Fotos?

Bernard Dichek, Sohn von Holocaust-Überlebenden, macht eine Beobachtung, die zu einer detektivischen Reise quer durch Europa führt: Als seine Eltern nach dem Krieg als unerwünschte Displaced Persons in der US-Besatzungszone wieder in Lagern landeten, machten sie Fotos von sich und anderen Vertriebenen, die sie stark und glücklich zeigen. Warum?

Ihr glückliches Lächeln täuscht über ihr wahres Leid hinweg. Damals wie heute. Mit den Fotos versuchten sie wohl, der Welt zu beweisen: Mit uns ist alles in Ordnung. Wir werden niemandem zur Last fallen. Sie verbargen ihr Leid sogar untereinander. Doch dafür zahlten sie einen hohen Preis.

DAS LÄCHELN DER VERTRIEBENEN begleitet Dichek auf seiner Spurensuche zu den Orten dieser Aufnahmen. Er spricht mit Historikern und mit anderen Kindern von Überlebenden – und mit Gleichaltrigen in Deutschland und Österreich, deren Eltern die Nachkriegszeit ebenfalls verdrängten. Auf beiden Seiten wurde geschwiegen. Und bis heute steht die Frage im Raum: Was geschah in diesen Zwischenjahren, über die so wenig gesprochen wurde?

Die Traumata von Krieg und Vertreibung wurden vererbt – oft unausgesprochen, aber spürbar bis in die nachfolgenden Generationen.